SUCHT – er, sie, es sucht – wie finden?

Wir gestalten Rituale, wir huldigen bestimmten Gewohnheiten, wir werden sogar süchtig auf gewisse Zustände, denn diese geben uns etwas, was uns guttut, ja was wir dringend brauchen. Sonst würden wir es ja auch nicht tun.

Wir wissen und spüren, wenn wir dieses „heilige Ritual“ – Rauchen, Trinken, Drogenkonsum, Essen oder Nicht-Essen, Spielen oder Joggen … – streichen würden, würde es uns miserabel gehen. Und das suchen wir „geschickt“ zu vermeiden.

Auch wenn wir das „Ritual“ – den geSuchten Genuss, die Befriedigung, den Kick oder das Gefühl der Belohnung – schätzen, kann es sein, dass wir mit uns, bzw. mit der sich entwickelten Abhängigkeit nicht zufrieden sind, nicht einverstanden. Es kann sein, dass uns die Abhängigkeit ein Unbehagen bereitet.

Die Frage ist dann, wie bekommen wir das, was wir suchen und ohne „das Ritual“ nicht finden können? Wie finden wir es, immer wieder, oder auch für immer – ohne die Ritualhandlung?

Wenn wir das Ritual streichen, gibt es tatsächlich die Möglichkeit, dass wir das auftretende Unbehagen in ZuFriedenheit zu verwandeln.

Ich erörtere dies in meinem Buch „Das 1,2,3 der heilsamen Selbstliebe“. Hier und jetzt möchte ich von der Macht der Vorstellung sprechen (Punkt „3“ von „Das 1,2,3 der heilsamen Selbstliebe“).

Das Rezept ist Träumen. Träume und erlebe mit allen deinen Sinnen, was du brauchst.

Wir wissen, der Süchtige, die Süchtige weiß, dass wenn sich "das Ritual" automatisiert hat, läuft es nach einem bestimmten Schema, schnell, oft nur kurz ab. Der Genuss ist auch häufig bewusst nicht voll wahrnehmbar. Daher wird nach einer Wiederholung verlangt. Das Unbewusste nimmt den kurzen Dienst "des Rituals" an, in Wirklichkeit sucht es aber weiter, die, meist versteckte, innere Unzufriedenheit, Not zu beheben.

Die innere Not ist oft nicht offensichtlich, aber wir ahnen, wenn wir den Genuss des Rituals verlängern könnten, wäre gewonnen. Den verschiedensten Ratgebern können wir auch entnehmen, wir sollten während unseres "Rituals" bewusst genießen, damit wir möglichst viel davon haben, aber es geht nicht. Der Genuss ist schnell vorbei.

Wie können wir also tun, damit wir endlich bekommen, was wir suchen?

Eben in unserer Vorstellung!

Schließe die Augen und erlebe "das Ritual" im Zeitlupentempo - in deiner Vorstellung!  So langsam, dass die Handlung gerade nicht stehen bleibt.

Gehe den Prozess des Rituals durch, die Hände, der Körper können sich mit bewegen, von der Vorfreude bis zum allerletzten Stück des Wohlgefühls - nimm dies mit all deinen Sinnen wahr. Koste es aus.

Lass dich überraschen, wie dich das Unbewusste belohnt, wenn du selbst ihm gibst, zeitlich ausgedehnt, ausgiebig, was dir guttut. Dieses eine Mal und dann auch immer wieder.

Wenn du selbst dich dir zugewandt hast und dich beschenkt, wird die innere Not behoben. Heilung geschieht.

2 Comments

  • Reinhard Bimashofer

    Reply Reply 17. November 2018

    Sinnstiftende Erkenntniss und Anleitungen. Rituelle Geistigkeit! Danke!

    • hyp_ludmila

      Reply Reply 28. November 2018

      Ich danke dir für deine Rückmeldung, Reinhard. Mit besten Wünschen – Ludmila

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